Woher kommen die bitteren Aprikosenkerne – Die Geschichte bitterer Aprikosenkerne

Wer brachte die Aprikosen nach Europa?

Der Mensch neigt dazu seinem Körper viel abzuverlangen, tut aber weniger dafür die ausgeschöpften Ressourcen mit einer ausgewogenen Ernährung zu füllen.
Lieber greift er/sie zu Präparaten die zum Beispiel versprechen den Vitaminhaushalt zu stabilisieren.
Als ein besonderes Nahrungsergänzungsprodukt das reichlich Vitamine, Mineralien und Aminosäuren enthält, wird gern der bittere Aprikosenkern zu sich genommen.
Ihm wird auch nachgesagt, dass durch die vorhandene Blausäure Krebszellen abgetötet werden können. Jedoch ist dieses Thema der Krebstherapie sehr umstritten und es wurde nie offiziell bestätigt, dass durch die enthaltene Blausäure Krebszellen abgetötet wurden.

Woher kommt der Aprikosenkern?

Der botanische Name lautet Prunun armeciaca und so vermutet man im ersten Moment, dass die Aprikose aus Armenien stammt. Dem ist nicht so. Zentralasien ist das ursprüngliche Herkunftsland in der Nähe des heutigen Usbekistans. Nach Armenien gelangte die Aprikose erst im 1. Jahrtausend vor Christus. Von dort brachten die Römer 70.vor Christus die Aprikose nach Europa.
Heute liegt das größte Anbaugebiet der Aprikosen in der osttürkischen Provinz Malatya. Neben Italien und Spanien gibt es auch in den nördlichen Regionen Europas Anbaugebiete für Aprikosen. Zum Beispiel im österreichischen Wachau, im Südtiroler Vinschgau und im schweizerischen Kanton Wallis.

Die Bedeutung der bitteren Aprikosenkerne

Wer aber nun fand heraus, dass der bittere Aprikosenkern sich positiv auf unsere Gesundheit auswirkt?
Es wird geschrieben, dass die Chinesen schon vor hunderten von Jahren den bitteren Aprikosenkern zu sich nahmen, um ihr Nervensystem und das Immunsystem dank der enthaltenen Vitaminen und Mineralien zu stärken.
Im Jahre 1835 erforschten der Chemiker Justus von Liebig und sein Freund Friedrich Wöhler die Samen der Aprikose „Prunus“ und deren Inhaltsstoff Amygdalin , auch als Vitamin B17 bekannt. Sie meinten zu erkennen, das Amygdalin zur Behandlung bei Krebszellen verwendet werden könnte.
Im Jahr 1874 setzte der Pharmakologe Eduard Lehman die Forschung fort. Seitdem wird bis heute das Amygdalin immer wieder untersucht.
Der Pharmazeut Dr. Krebs erkannte 1950 die Wirkung des bitteren Aprikosenkerns, filterte das Amygdalin heraus und nannte es Vitamin B17. Jedoch wurde es nie als Vitamin anerkannt.

Die anderen enthaltenen Vitamine und Mineralien des bitteren Aprikosenkerns jedoch, unterstützen tatsächlich unser Immunsystem und Nervensystem.
Dieses Wissen haben wir von den Chinesen, die wie oben schon geschrieben seit jeher den bitteren Aprikosenkern zu sich nehmen.
Entweder als Mandel oder in Form von Aprikosenkernöl zur äußeren Anwendung.
Aprikosenkernöl wird heute in verschiedenen Produkten verwendet. So zum Beispiel in Massageöle oder Cremes.